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Bünzwangen - Am 28. November
2003 fand eine ordentliche Sitzung des Ortsschaftsrates Bünzwangen,
in der dortigen Verwaltungsstelle statt. Unter Leitung des Ortsvorstehers
Johann Schreiner war das Hauptthema der Sitzung der letztendliche Bebaungsplanes
für die Ortsmitte und den Bereich des Burghofweges. Der Amtsleiters
des Bauamtes Ebersbach, Horst Schaal war anwesend um den jahrelangen Streit
zwischen Stadtverwaltung und Anwohnern mit dieser Beschlussvorlage zu
beenden. Die Beschlussvorlage wurde am Ende mit 7 Ja-Stimmen verabschiedet.
Der Ortsvorsteher eröffnete pünktlich um 19 Uhr die öffentliche
Ortschaftsratssitzung . Es waren alle zehn Ortschatsräte und eine
Reihe Zuhörer anwesend. Schon im ersten Tagesordnungpunkt wurde,
unter anderem, schon das Thema ‚Burghofweg‘ von einigen Zuhörern
angesprochen.
Die Neuordnung und Bebauung der Ortsmitte von Bünzwangen ist schon
seit 1967 ein ständiges Streithema zwischen dem Bauamt der Gemeinde
Ebersbach und den Anwohnern im Teilort Bünzwangen. Dabei handelt
es sich vorallem um den Bereich des Burghofweges, dem früheren Zufahrtsweg
zur ehemaligen Burg Binswangen und den umliegenden Gebieten. Im besonderen
auch um die landwirtschaftlichen Flächen des davon westlich gelegenen
Bauernhofes. Laut Herr Schaal würde jetzt, nach über 30 Jahren,
zum ersten mal Gelegenheit bestehen die ungeordnten Verhältnisse
im Burghofweg 'gerade zu rücken'.
Kernpunkte dieser ersten Diskussion waren vorallem die anstehenden Umlegungen
für die Anwohner und das im Vorfeldes dieses Bebauungsplanes zu wenig
auf die Anregungen der Bürger eingangen worden sei. Der Ortsvorsteher
Schreiner bemühte sich, zu diesem Zeitpunkt, die Gemüter der
einzelnen Parteien zu beruhigen und verwies auf den noch anstehenden Tagesordnungspunkt
zu diesem Thema. Nachdem noch einige Fragen, wie die Aufstellung eines
Industriekontainers auf dem Gelände des Bünzwanger Turnvereines
und zwei Baugesuche im ‚Unteren Wasen‘ und in der ‚Römerstrasse‘
diskutiert wurden, wendete man sich dem Hauptthema zu.
Herr Schreiner trug den Tagesordnungspunkt vor und betonte noch einmal
den Willen aller Beteiligten endlich Ordnung in dieses Gebiet zu bringen.
Herr Schaal erläuterte in Folge, den endgültigen Bebaungsplan
anhand von Folien. Als wichtigeste Punkte stelle er die Form der Wendeplatte
am Ende der Strasse heraus und die daraus resultierenden Konzequenzen
für die Familie Minich. Dieser Aspekte stelle für Herrn Schaal
den grössten Härtefall dar und er bot zu gegebenem Zeitpunkt
ein persönliches Gespräch an. Der Vorsitzende Herr Schreiner
verlass einen, erst kurz vor der Sitzung eingegangenen, Antrag. Dieser
stellte aber für Herrn Schaal keine gravierenden Vorteile gegenüber
dem aktuellen Plan dar. Der vorliegende Plan, so Herr Schaal, stelle einen
über Jahre gewachsenen und gut durchdachten Kompromiss dar, der für
alle Beteiligten ein Mindestmass an Belastung vorsehe.
Auf den Einwand von Ortsschaftsrat Josef Peschke einen Wendehammer statt
einer Wendeplatte zu erstellen, entgegnete Herr Schaal, das er alles in
Betracht ziehe was möglich ist und sehr darauf bedacht ist der Familie
Minich ‚etwas Gutes zu tun‘. Er halte aber eine Wendeplatte,
auch wenn diese Lösung am meisten Platz beanspruche, für das
beste Konzept.
Ortsschaftrat Bernd Dobelmann erinnerte an dem Vorschlag im Bebauungsplan
vorzusehen, dass Fotovoltaikanlagen an den Häusern angebracht werden
können und das dies auch an den Giebelseiten möglich sein sollte.
Herr Schaal betonte das er auch darauf Rücksicht nehmen werde. Abschliessend
bemerkte Herr Schaal das es wichtig sei nun diesen Schritt abzuschliessen
und in die Umlegung gehen zu können und so wörtlich ‚ich
scheue nicht davor zurück auch Gerichts- oder Normenkontrollverfahren
in Angriff zu nehmen, wenn der Sache gedient wird‘.
Dem Beschlussantrag wurde von dem Gremium mit 7 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen
und einer Enthaltung zugestimmt. Herr Schaal äusserte sich abschliessend
positiv über die Abstimmung und werde nun alles tun um die Arbeit
zu beginnen. Mit diesem positiven Beschluss könne nun die nächste
Phase der Neuordnung im Burghofweg beginnen. Herr Schaal erklärte
noch, das nun auch mit den Verhandlungen mit dem anliegenden Landwirt
begonnen werden könnte, um die landwirtschaftlichen Gebäude
schnellst möglich abzureissen und verwies auf eine Sitzung im Februar
2003 in der die nächsten Schritte genauer betrachtet werden sollen.
Der Ortsvorsteher Schreiner bedankte sich bei Herrn Schaal für dessen
Ausführungen und schloss gegen 21.00 uhr die öffentliche Sitzung.
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